Glaubensbetrachtung des Korans

Link kopiert!

Dieser Artikel ist in mehrere Seiten unterteilt:

  1. Einführung
  2. Der Koran ist ein arabischer Text der Bibel
  3. Die Prinzipien des Studiums
  4. Die strittigen Punkte
  5. Die wichtigsten Begegnungspunkte zwischen Koran und Evangelium
  6. Einladung zum Nachdenken

1. Die wichtigsten Begegnungspunkte zwischen Koran und Evangelium

Der grosse Übereinstimmungspunkt in der Bibel und im Koran ist die Offenbarung des alleinigen Gottes, der Schöpfer des Universums. Zudem ist das wichtigste Zeugnis des Korans zugunsten des Evangeliums die Bescheinigung, dass Jesus wirklich der Messias ist. Hätte der Koran diese fundamentale evangelische Wahrheit nicht bezeugt, wäre er weder aufrichtig noch wahrhaftig gewesen. Dieses Zeugnis brachte die Juden in Verwirrung und erweckte ihren Hass gegen Mohammed, umso mehr als der Koran sich als Bestätigung der Botschaft des Evangeliums in seiner Gesamtheit präsentierte. Das Evangelium ist ein von den Juden geächtetes Buch.
Wenn der Koran behauptet hätte, Jesus sei nicht der Messias, hätten die Juden Mohammed nicht bekämpft, weil dies ihr Warten auf einen zionistischen Messias bestätigt hätte. Dieser zionistische Messias ist im Evangelium unter dem Namen Antichrist bekannt. Wir werden dieses Thema behandeln, wenn wir vom Messias sprechen werden.
Die wichtigsten Begegnungspunkte zwischen dem Koran und dem Evangelium sind folgende:

  1. Der Messias
  2. Die Jungfrau Maria
  3. Der himmlische Tisch oder das Brot des Lebens
  4. Der (Heilige) Geist

1.1. Der Messias

Die erste grosse Wahrheit, die der Koran den Arabern offenbarte, ist die Existenz eines einzigen Gottes.
Die zweite fundamentale Wahrheit ist die, dass Jesus wirklich der von Gott gesandte und von den Propheten des Alten Testamentes angekündigte Messias ist. Wie bereits erwähnt, ist es die Offenbarung dieser Wahrheit durch den Koran, welche die Juden irritierte und sie daran hinderte dem Koran ihre Unterstützung zu geben. Dadurch hätten sie nämlich auf einen zionistischen Messias verzichten müssen.
Die folgenden koranischen Verse bestätigen, dass Jesus der Messias, der Prophet Gottes, das Wort Gottes und der Geist Gottes ist:

„Maria! Gott verkündet dir ein Wort von sich, dessen Name Jesus der Messias, der Sohn der Maria, ist!…“ (Koran 3; Sippe Imrqan‚45)
„… und weil sie (die Juden) sagten: Wir haben der Messias Jesus, den Sohn der Maria und Gesandten Gottes getötet…“ (Koran 4; Die Frauen‚157).
Der Messias Jesus, der Sohn Maria, ist der Gesandte Gottes und sein Wort, das er der Maria entboten hat, und einen Geist von ihm“ (Koran 4; Die Frauen‚171).
„Wer vermöchte gegen Gott etwas auszurichten, falls er der Messias, den Sohn der Maria, und seine Mutter… zugrunde gehen lassen wollte“ (Koran 5; Der Tisch‚17).

Hätten die Juden Jesus als Messias akzeptiert, damm würden sie nicht mehr auf den zionistischen Messias warten. Sie müssten zur Folge auf den Zionismus und auf den Staat Israel, welcher die zionistischen Zielvorstellungen verkörpert, verzichten. Die Juden haben Jesus als Messias in der Vergangenheit abgelehnt und tun es noch heute, weil er die Errichtung eines politischen Staates im Namen des Judentums ablehnt. Der Heilige Johannes berichtet in seinem Evangelium, dass Jesus als er die Menge sah, die ihn als König von Israel ausrufen wollte, alleine in den Berg flieh (Johannes 6,14-15). Jesus lehrte ebenfalls, dass das göttliche Königreich im Innern (Lukas 17,20-21) und nicht im Äusseren des Menschen in der politischen Welt ist, wie es die Juden und viele andere bis heute noch glauben.
Zwölf Jahrhunderte vor Christus, hatte der militärische Führer Gedeon das Königtum, welches ihm die Juden anboten ebenfalls abgelehnt (Richter 8,22):

„Die Leute Israels sagten zu Gedeon: ‘Regiere über uns, Du, deinen Sohn und deinen Kleinsohn, da Du uns von der Hand Madians befreit hast'. Gedeon antwortete aber: 'Ich werde nicht über euch regieren und auch mein Sohn nicht, denn Gott ist euer König'“ (Richter 8,22-23).

In der Folge hatte der Prophet Samuel die Zurückweisung eines israelischen Staates durch Gott angekündigt (1 Samuel 8). Aber die Juden hatten seit langer Zeit eine irdische Vorherrschaft durch ein israelisches Königreich in Palästina angestrebt. Sie haben die Befehle Gottes und seinen, durch den Propheten Samuel, verkündeten Willen ignoriert (1 Samuel 8,19).
Durch die Verweigerung einer Errichtung des israelischen Reiches offenbarte der Messias das geistige, unpolitische Ziel der jüdischen Religion wie auch aller anderen Religionen. Dies schliesst die Ausübung politischer Aktivitäten durch die Gläubigen nicht aus. Im Gegenteil, es ist von Vorteil, wenn gläubige Menschen sich in leitenden Stellen befinden, um soziale und moralische Reformen im Dienste der Gesellschaft einzuführen. Aber das Geistige zu politisieren, indem im Namen der Religion ein neuer Staat geschaffen wird, wie es die einige Juden, Christen und Muslims wollen, ist dem Plan Gottes entgegengestellt. Denn Gott ist für die Gläubigen, der Staat aber ist für alle, ob gläubig oder ungläubig, wie es der Koran ausdrückt:

In der Religion gibt es keinen Zwang“ (Koran 2; Die Kuh‚256).

Eine solche Offenbarung hätte in goldenen Buchstaben geschrieben werden sollen
Der Glaube an Jesus als Messias ist der Höhepunkt der evangelischen Lehre:

„Keiner kann sagen, Jesus ist der Herr (d.h. er ist der Messias), wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet“ (1 Korinther 12,3).
„Jeder der glaubt, dass Jesus der Messias ist, stammt von Gott“ (1 Johannes 5,1).

Jesus selbst sagte zu den Juden, die gegen ihn verschworen:

„Wenn ihr nicht glaubt, dass ich bin (dass ich der Messias bin), sterbt ihr in Sünde“ (Johannes 8,24).

Wir müssen hier noch auf einen anderen koranischen Vers, welcher von Jesus, der erwartete Messias, zeugt, hinweisen:

„Sie haben sich ihre Gelehrten und Mönche sowie der Messias, den Sohn der Maria, an Allahs statt zu Herren genommen. Dabei ist ihnen nichts anderes befohlen worden, als einem einzigen Gott zu dienen, ausser dem es keinen Gott gibt“ (Koran 9; Die Reue‚31).

Dieser Vers, der bezeugt, dass Jesus, der „Sohn der Maria“, der Messias ist, wird oft durch einige, die darin eine Negation der Göttlichkeit des Messias sehen, falsch interpretiert. Dies ist nicht die Absicht des Korans, der sich als eine Bestätigung des Evangeliums präsentiert (Koran IV, Frauen‚47). Aber das Evangelium offenbart die, in der Person Jesus, fleischgewordene Gottheit. (Siehe Kapitel: „Die strittigen Punkte“, Artikel 3: „Die Gottheit des Messias“). Man sollte also nicht als Herrn und Gott, der Sohn der Maria STATT Gott nehmen, sondern ALS der fleischgewordene Gott, der durch biblische Prophezieungen angekündigt wurde. Ansonsten würde man zwei von einander unabhängige Götter anbeten: Gott auf der einen Seite und der Messias auf der anderen. „Dabei ist ihnen nichts anderes befohlen worden, als einem einzigen Gott zu dienen“. Beachten Sie, dass das Wort „Herren“ im Plural ist. Dies deutet auf ein Polytheismus hin. Diese Feinheit wird nicht von allen Interpreten des Korans wahrgenommen, die sich nicht die Mühe genommen haben nach dem „besten Argument“ zu interpretieren, wie im Koran in der Surat 29, Die Spinne‚46 vorgeschrieben.
Ausserdem warnt uns die evangelische Offenbarung vor dem Auftreten des falschen zionistischen Messias, der vom Hl. Johannes als Antichrist bezeichnet wird:

„Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt. Der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist: Das ist der Antichrist“ (1 Johannes 2,18-22).

Wir wissen, dass die Juden und insbesondere die Zionisten leugnen, dass Jesus der Messias ist.
Was lässt sich aus diesen evangelischen Worten schliessen? Wir können zwei Schlussfolgerungen ziehen:

  1. In seiner Anerkennung von Jesus als Messias ist Mohammed durch den Heiligen Geist inspiriert und er „stammt von Gott“.
  2. Zweitens: Jene, die leugnen, dass Jesus der Christus ist, d.h. die Juden, welche ihn ablehnen und einen anderen Messias erwarten, bilden zusammen die geistige moralische Person des Antichristen. Zusammengefasst, der moderne Staat Israel verkörpert die Macht des Antichristen.

Die evangelische Offenbarung enthüllt, dass Jesus selbst den Antichristen zerstören wird, wenn letzterer erscheinen wird. Gemäss Paulus wird der Wiederkunft des Messias das Erscheinen des Menschen der Gesetzwidrigkeit, des Feindes vorausgehen. Der Messias Jesus wird ihn durch den Glanz seines Kommens zerstören (2 Thessalonicher 2,3-12). Die von Paulus angekündigte Gesetzwidrigkeit ist das gesetzlose und rassistische Verhalten der Zionisten. Gott hingegen ist universal und nicht rassistisch. Der Mensch der Gesetzwidrigkeit, der Sohn des Verderbens und der Feind von dem Paulus sprach, ist der zionistische Mensch. Seine Haltung missfällt Gott und er wird dadurch zu einem „Feind aller Menschen“, wie es Paulus erläutert (1 Thessalonicher 2,15).
In der Vergangenheit haben die zionistischen Juden unter dem römischen Reich heimlich an der Gründung des Staates Israel gearbeitet. Die Römer haben sie dazu verhindert. Durch die Erscheinung dieses Staates haben sie heute die Möglichkeit sich offen und mit mehr Macht als dereinst für die Ausweitung ihres Einflusses einzusetzen. Heute ist diese antichristliche Macht durch Alliierte bewaffnet, die behaupten Zeugen Jesus zu sein. Darin bestehen die Verführung und der Verrat in den Endzeiten, die vom Evangelium angekündigt wurden (Matthäus 24).
Der Prophet Mohammed sprach in seinen „Diskussionen“ vom Erscheinen dieser gesetzwidrigen Kraft und sagte, dass der Antichrist die drei Buchstaben „K.F.R.“ auf seiner Stirn geschrieben haben wird. Diese Buchstaben bilden das arabische Wort „kufr“, das Gesetzwidrigkeit oder Gotteslästerung bedeutet. Er wies sogar darauf hin, dass diese Macht des Bösen von den Juden stammte. In der evangelischen Offenbarung finden wir dieselben Gotteslästerungen auf dem Kopf des apokalyptischen „Tieres“ geschrieben:

  1. Diesem Tier wurde die Macht gegeben „anmassende Worte und Lästerungen auszusprechen“ (Offenbarung 13,5).
  2. „Ich sah ein scharlachrotes Tier, das über und über mit gotteslästerlichen Namen beschrieben war… Auf ihrer Stirn stand ein Name, ein GEHEIMNISVOLLER Name“ (Offenbarung 17,1-5). Siehe unser Text: „Der Schlüssel zur Apokalypse“.

Der Prophet Mohammed hat in seinen „Edlen Diskussionen“ Paulus bestätigt und ebenfalls unterstrichen, dass zur Zeit der Erscheinung des Antichristen, Jesus und seine Auserwählten sich erheben werden, um ihn zu bekämpfen und zu zerstören. Die heutigen Jünger Jesu sind gemäss der Absicht der Offenbarung und der göttlichen Prophezeiung, nicht die traditionellen Christen, welche mit Israel zusammenarbeiten und ihn unterstützen. Diese schuldige „christliche“ Unterstützung Israels wurde auch vorhergesagt, denn gemäss dem Evangelium wird es dem antichristlichen Verführer gelingen die falschen Jünger Jesus zu verführen (Matthäus 24). Heutzutage sind die wahren Gläubigen die Durstenden nach Gerechtigkeit, welche die Last der zionistischen Ungerechtigkeit tragen und Israel und dem internationalen Zionismus widerstehen.
Gemäss den evangelischen Prophezeiungen und jenen des Propheten Mohammed wird der Staat Israel für immer verschwinden. Der Sturz Israels wird das Symbol des Misserfolges des Zionismus und entsprechend jeder ähnlichen materialistischen Mentalität sein. Durch dieses Ereignis werden viele begreifen, dass Jesus wirklich der wahre Messias ist und sein Königreich für immer auf Erden entsprechend der Ankündigung der Propheten errichtet ist.

1.2. Die Jungfrau Maria

Der Koran enthält die schönsten Verse über die Jungfrau Maria. Er setzt die Mutter des Messias auf den höchsten Gipfel der menschlichen Heiligkeit:

„Die Engel sagten zu Maria: Gott hat dich auserwählt und unbefleckt gemacht, er hat dich unter allen Frauen der Welt auserwählt“ (Koran 3; Sippe Imrans‚42).

Dieses Zeugnis verurteilt die Juden, die, wie es der Koran aufdeckt, gemeine Verleumdungen gegen Maria erfanden (Koran 4; Die Frauen‚156). Gott bestätigt in der koranischen Offenbarung was er bezüglich Maria im Evangelium offenbart hatte:

„Du bist gesegnet unter allen Frauen“ (Lukas 1,42).

Der Koran offenbart auch die aussergewöhnliche Reinheit Marias durch ihre Unbefleckte Empfängnis sowie auch jene Jesus. In den zwei folgenden Verse sagt die Frau Imran, d.h. die Mutter Marias (die Sippe Imrans sind die Eltern Marias) in einem Gebet:

„Gott ich habe dir die Frucht meines Herzens geweiht, nimm sie an, weil du alles hörst und alles weisst. Als sie geboren hatte, sagte sie: Gott: Ich habe eine Tochter auf die Welt gebracht und ich habe sie Mariam (Maria) genannt, ich gebe sie in deinen Schutz, sie und ihre Nachkommenschaft (Jesus), damit du sie vor der List des Satans beschütztest“ (Koran 3; Die Sippe Imrans‚35-36).

Gott hörte das Gebet der Mutter von Maria und erhörte ihr Gelübde: Maria und Jesus waren die Einzigen, die vor dem Teufel beschützt wurden, wie Mohammed in seinen „vornehmen Diskussionen“ berichtet:

„Kein Mensch wurde geboren, ohne dass der Teufel ihn von seiner Geburt an traf und er wegen dieser satanischen Beeinträchtigung weinte: Die einzigen Ausnahmen sind Maria und ihr Sohn“.

Dieser Vers der „vornehmen Diskussionen“ ist in der Interpretation der „Jalalein“ des Vers 35 der Sure der Familie Imran aufgeführt. Diese Worte, die in der ganzen muslimischen Welt akzeptiert werden, sind eine Anerkennung der Unbefleckten Empfängnis Marias.
Durch diese Worte teilt uns der Prophet Mohammed mit, dass jeder Mensch, die Propheten und er selbst mit diesem Makel geboren werden, ausgenommen die Unbefleckte Maria und selbstverständlich auch ihr Sohn, der Messias.

1.3. Der Himmelstisch oder das Brot des Lebens

Der Koran offenbart uns, dass Gott vom Himmel ein „Tisch“ mit Speisen herab sandte, um die Apostel Jesus zu ernähren. Diese himmlische Speise ist ein gemeinsamer Punkt im Evangelium und im Koran, der von der grossen Mehrheit der Gläubigen ignoriert wird. Es handelt sich, um die Kommunion zum Körper und Blut des Messias, der geistige Tisch Gottes. In der Tat, erzählt der Koran in einer bildlichen und zusammengefassten Form von der Ostern-Mahlzeit, welche Jesus mit seinen Apostel teilte. Zu diesem Anlass setzte Er das geistige Mahl durch die Teilnahme an seinem Leib und seinem Blut ein. Über dieses Ereignis wird vom Koran mit viel Feinfühligkeit berichtet, um das Unwissen der damaligen arabischen Welt bezüglich der evangelischen Botschaft zu respektieren:

„O Jesus, Sohn der Maria, sagten die Apostel, kann dein Herr uns einen Tisch (mit Speisen) vom Himmel herabsenden? Fürchtet den Herrn, antwortete Jesus ihnen, wenn ihr treu seid. Wir möchten, sagten sie, uns daran setzen und davon essen, damit unsere Herzen ruhig sein werden. Wir werden sicher sein, dass du die Wahrheit gepredigt hast, und wir werden Zeugnis ablegen (Zeugnis zugunsten des Tisches). Jesus, der Sohn Marias, sagte dieses Gebet: Gott, unser Herr, sende uns einen Tisch vom Himmel herab, damit er ein Festmahl für den ersten und den letzten von uns sei und ein Zeichen, deines Könnens. Nähre uns. Du bist der grosszügigste der Spender. Gott sagte: Ich will ihn euch hinabsenden, aber Unglück über jenen, der nach diesem Wunder noch ungläubig sein wird: Ich werde für ihn eine Strafe vorbereiten, die schrecklichste, die je für ein Geschöpf vorbereitet wurde“ (Koran 5; Der Tisch‚111-115).

Von welchem Himmelstisch ist hier die Rede? Den wahren Sinn zu kennen ist von wesentlicher Bedeutung, denn die Apostel versprachen Zeugen davon zu sein. Zudem soll dieses Zeugnis bis zum letzten Gläubigen auf Erde reichen, da Jesus diesen Tisch bestellt, damit er „ein Festmahl für den ersten und den letzten von uns sei“. Da sandte Gott diesen Tisch herab und drohte die Ungläubigen mit der härtesten Strafe.
Verschiedene Interpreten sahen in diesem Tisch eine materielle Nahrung bestehend aus Fischen oder Fleisch. Sie haben das durch Jesus bewirkte materielle Wunder der Vermehrung von Broten und Fischen welches im Evangelium erzählt wird (Johannes 6) mit dem Wunder der geistigen Mahlzeit, des geistigen Tisches, welcher nach dem Koran „vom Himmel herabkam“, verwechselt.
Das Johannes-Evangelium berichtet im Kapitel 6 über die Worte Christi betreffend dieser geistigen lebenswichtigen Mahlzeit. Er sagte, dass sein Fleisch und sein Blut eine geistige Nahrung und ein geistiger Trank seien, welche den Gläubigen „das ewige Leben“ geben würden. Viele Jünger, als sie seine Worte hörten, fanden sie zu stark und entfernten sich von Jesus (Johannes 6,48-66). Heute noch lehnen viele „Gläubige“ diese Worte ab und stellen die Frage: „Wie kann dieser Mensch uns sein Fleisch zum essen geben?“ (Johannes 6,52).
Trotz Jahrhunderten von Vorbereitung konnten die Juden Jesus nicht verstehen. Viele sogenannten Christen verstehen den tiefen Sinn dieser Worte heute noch nicht. Wie konnte man also den Arabern der Arabischen Halbinsel, welche die Bibel ignorierten, diese geistige Mahlzeit erklären? Der Koran musste also die biblische Botschaft durch Andeutung und bildlicher Sprache darstellen, um bei den Arabern, welche die Wahrheit liebten, eine heilige Neugier hervorzurufen, die zur Suche nach ihrem Sinn im Evangelium hinführte. Dort würden sie das vollständige Licht bezüglich dieses Geheimnisses des koranischen Tisches, welches vom Himmel herabkommt finden. Viele haben Mühe an diese Tatsache zu glauben; man kann daran „glauben oder nicht! Es nehmen oder es lassen!“ Jedem die eigene Verantwortung!
Verschiedene Interpreten behaupten dieser geistige Tisch sei von Gott noch nicht gesandt worden. Dies stimmt mit den Worten im Koran nicht überein: „Gott sagte: Ich will ihn euch hinab senden.“ Gott liess ihn also bereits in jener Zeit auf die Apostel herab und drohte sogar den Ungläubigen grausame Qualen an. Ausserdem erbat ihn Jesus damit „der ersten und der letzte“ seiner Gläubigen dafür Zeugnis ablegen. Die ersten Apostel haben also daran teilgenommen. Er muss bis zur Endzeit bleiben, damit die letzten Gläubigen auf Erde dafür Zeugnis ablegen.
Der Messias gab den Aposteln dieser „gedeckter Tisch“, der vom Himmel herab kam. Er ist dieses „Brot des Lebens, welches vom Himmel herab kommt“ (Johannes 6,32-36). Jesus gab dieses himmlische Brot ein Jahr nachdem Er davon gesprochen hatte. Dies ereignete sich während dem Ostermahl, das Er mit seinen Aposteln teilte, als Er Brot nahm und es ihnen mit folgenden Worten gab:

„Nehmt und esst, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (Matthäus 26,26-29).

Die Apostel - und die Gläubigen nach ihnen - verstanden zu diesem Zeitpunkt in welcher Art sich der Messias ihnen als Speise und Trank hingibt. Das Mahl oder der gedeckte Tisch, der vom Messias dem „ersten und letzten“ Gläubigen geschenkt wird, ist der Heilige Geist. Dieser bleibt im Herzen der Gläubigen durch das Brot, das sie essen und den Wein, den sie trinken: sie enthalten nämlich den Leib, das Blut und die Seele des auf ewig lebendigen Messias.
Dieser himmlische Trank ist im Kapitel Die Betrüger des Koran erwähnt: diejenigen, die von diesem seltenen Wein trinken sind rein. Es sind die Auserwählten Gottes. Diejenigen, die es ablehnen davon zu trinken, sind die verdammten. Der Koran offenbart in der Tat:

„Die Frommen befinden sich in Wonne; auf Ruhebetten liegend und können überall hinsehen. Die Glückseligkeit der Wonne sieht man ihnen am Gesicht an. Sie erhalten versiegelten edlen Wein zu trinken, dessen Siegel aus Moschus besteht - danach sollen die Strebenden streben – und dessen Mischwasser von Tasnîm kommt, von einer Quelle, an der diejenigen trinken, die Gott nahestehen. Die Sünder (die es ablehnten davon zu trinken) lachten über die Gläubigen (an den versiegelten Wein)…“ (Koran 83; Die Betrüger‚22-29).

Indem der Koran den Gläubigen auf poetischer und harmonischer Weise dieser geheimnisvolle „versiegelte Wein“ schenkt, bezeugt er die Worte Jesus im Evangelium des Johannes betreffend dieses ebenfalls „versiegelte Brot“, eine durch Gott versiegelte Nahrung, die vom Himmel herab kommt. Es ist nämlich Jesus selbst, „denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt“ (Johannes 6,27). Diese himmlische Nahrung befindet sich im Brot und Wein, die grosszügig auf dem himmlische Tisch Gottes, das fortdauernd vom Himmel herabkommt, serviert werden.
Erinnern wir uns an die Worte Jesus im Kapitel des (gedeckten) Tisches:

„Gott, unser Herr, sende uns einen Tisch vom Himmel herab, damit er ein Festmahl für den ersten und den letzten von uns sei, und ein Zeichen von Dir…“ (Koran 5; Der Tisch‚114).

Der Tisch wurde also nicht nur für die Apostel herab gesandt. Er kommt weiterhin jeden Tag und an jedem Ort herab, um ein Festmahl „für die ersten und die letzten“ zu sein, für die Gläubigen also in allen Orten bis zum letzten Gläubigen, bis zum Tag der Auferstehung. Er wird auf ewig vor Gott Zeugnis ablegen zugunsten derjenigen, die für ihn auf Erde Zeugnis abgelegt haben.
Der gedeckte Tisch und dieser aus Moschus versiegelte göttliche Wein, die vom Himmel herabkommen, teilen die Menschheit in zwei Einheiten auf: auf der einen Seite die Auserwählten Gottes, die sich von diesem Tisch ernähren, und auf der anderen die Verdammten, die es ablehnen sich davon zu ernähren und sich über diejenigen, die daran glauben lustig machen.
Schlussendlich muss eine äusserst wichtige Tatsache unterstrichen werden: der göttliche Koran ermuntert die Gläubigen wahrhaftig bestrebt zu sein von diesem geheimnisvollen Trank, das vom Himmel herabkommt, zu trinken (Koran 88; Die Betrüger‚26). Dieser Trank unterscheidet sich vollständig von den alkoholischen Getränken dieser Welt. Alle, die diesen göttlichen Wein ablehnen, sollten sich doch noch mit Weisheit erfüllen. Alle, die sich über die Gläubigen, die danach „streben“, lustig machen, sollten sich von dieser Haltung abwenden bevor es zu spät ist.

1.4. Der Geist

Die islamische Welt hat nur eine unbestimmte Vorstellung des „Geistes“. Dieses Wort erscheint öfters im Koran, wird aber nicht näher erläutert. Die Gläubigen können sich fragen was dieses Wort genau bedeutet. Der Koran sagt:

„Man fragt dich nach dem Geist: Sag: Der Geist ist Sache von meinem Herrn. Aber ihr habt (im Koran) nur wenig Wissen erhalten“ (Koran XVII; Die nächtliche Reise‚85).

Es entspricht einer göttlichen Weisheit, dass der Koran den Muslimen das Wesen des Geistes verbirgt. Gott wollte, dass die koranische Offenbarung eine offene Tür und ein Durchgang zur Bibel und insbesondere zum Evangelium sei, wie er auch wollte, dass der Koran ein Zeuge zur Bestätigung der Echtheit der biblischen Offenbarung sei, wie bereits erläutert.
Im Koran ist die Frage des Geistes ähnlich wie diejenige des „Tisches“, das Gott auf die Apostel hinab gesandt hat, zu verstehen. Der Gläubige kann dessen Sinn nur verstehen, indem er zur Bibel zurückgreift. In der Tat, regt der Koran selbst die Gläubigen an, die Bibel und die Leute der Bibel zu befragen. Wir lesen im Kapitel Jonas:

„Wenn du (Mohammed) über das, was wir zu dir hinab gesandt haben, im Zweifel bist, dann frag diejenigen, die die Schrift (Bibel) lesen vor dir. Zu dir ist doch von deinem Herrn die Wahrheit gekommen. Du darfst ja nicht zweifeln“ (Koran 10; Jonas‚94).

Der Koran erscheint also als einen Durchgang zur Bibel. In diesem Buch werden die Gläubigen die Erläuterung von dem was im Koran teilweise offenbart wurde finden. Der Koran erklärt in der Tat deutlich, dass er den Arabern, die damals im Unwissen waren, nur einen Teil der Wissenschaft schenkt, und sogar „wenig Wissenschaft“, dessen Ergänzung sich in der Bibel befindet:

„Ihr habt (im Koran) nur wenig Wissen erhalten“ (Koran 17; Die nächtliche Reise‚85).

Diejenigen, die die Bibel anschwärzen gehören zu jenen die „im Zweifel sind“ (Koran 10; Jonas‚94). Der Gläubige aber, der offen sein will gegenüber der Gesamtheit der göttlichen Offenbarung wird in der biblischen Offenbarung die Antwort auf die Frage der Bedeutung des Wortes „Geistes“ finden: Es ist der Heilige Geist Gottes, Gott selbst, der sein ewiger Geist seit Abraham zu den Propheten sandte, und danach im Schloss der Jungfrau Maria Fleisch geworden ist, wie es Gott in der Bibel und im Koran offenbarte.
Das Evangelium erzählt folgendes:

„… Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lukas 1,34-35).

Auf gleicher Weise lesen wir im Koran:

„Der Messias Jesus, der Sohn Maria, ist der Gesandte Gottes und sein Wort, das er der Maria entboten hat, und einen Geist von ihm“ (Koran 4; Die Frauen‚171).

Als die Gesandten des Propheten Mohammed sich vor dem Negus befanden, um ihm die Lehre des Propheten zu erläutern, antwortete Jaafar-Ibn-Abi-Taleb, dass Jesus „der Diener Gottes, sein Gesandter, sein Geist und sein Wort, das der Jungfrau Maria entboten wurde“, ist.